"Das ist ein Trend, der speziell auch durch Vernetzung auf verschiedensten Webseiten und Plattformen zugenommen hat", kommentiert Social-Media-Experte Günter Exel die Ergebnisse.
Laut Exel haben die Unternehmen erkannt, dass es besser ist, mit dem Kunden direkter zu kommunizieren. "Kurz nach dem Vulkanausbruch in Island hatte die Facebook-Seite der Austrian Airlines 5.000 neue Fans. Die direkte Kommunikation passiert auf solchen Portalen einfach schneller, als es über eine Telefonhotline möglich wäre", erklärt der Experte das Phänomen.
Ältere User holen auf
Zwar dominieren die jüngeren Generationen immer noch in sozialen Netzwerken. Der Nutzungszuwachs der Jungen im letzten Jahr beträgt aber nur 13 Prozent. Ältere Erwachsene scheinen derzeit auf Aufholjagd zu sein. Laut Studie ist es schwer abzuschätzen, ob die Social Networks auch in Zukunft häufiger von der älteren Generation besucht werden. "Die Tendenz, dass Ältere verstärkt soziale Netzwerke nutzen, wird in der Zukunft noch eine große Rolle spielen. Und zwar sowohl im Informationsbereich als auch im sozialen Segement", erklärt Exel.
Laut der Studienleiterin dominiert Kommunikation via E-Mail unter Menschen ab 50. "E-Mails geben den älteren Usern die Chance, mit Freunden, Familien und Kollegen in Kontakt zu bleiben. Aber viele verlassen sich nun schon auf soziale Netzwerke um ihre tägliche Kommunikation zu managen", so Madden. 92 Prozent der Internetnutzer zwischen 50 und 64 Lesen und Versenden täglich Nachrichten. Das Senden von Tweets oder das Veröffentlichen eines Status Updates auf Facebook wuchs von fünf auf elf Prozent.